Läuse

Hund und Katze

Der Befall von Hunden durch Läuse ist in den meisten mitteleuropäischen Ländern entscheidend reduziert worden.
Trotz erheblicher Bekämpfungs- und Vorbeugungsmaßnahmen aber führt die Penetranz dieser Blutsauger doch immer wieder zu Problemen. In vielen Ländern sind Läuse ein sehr aktuelles Thema.

Vor allem durch (Urlaubs-) Aufenthalte von Hunden und Katzen in Gebieten mit starkem Läusebefall kann es auch immer wieder in eigentlich "läusefreien" Gegenden zum Auftritt der Laus kommen.

Läuse sind Blutsauger, die - fast immer nur auf einer ganz bestimmten Tierart - schmarotzen. Da nur wenige Arten nicht auf ihr spezielles Wirtstier angewiesen sind, und da sie außerdem nicht fliegen können, brauchen die Parasiten bei einem Wechsel auf ein anderes Säugetier deren unmittelbaren Körperkontakt. Erhöhte Gefahr besteht gerade an Orten, an denen viele Tiere zusammenkommen.

Linognathus setosus (Laus)

Entwicklungszyklus

Die nur 1,5 bis 3 mm großen weiblichen Läuse legen ihre Eier (Nissen) im Haarkleid ihrer Wirtstiere ab. Das Festheften der Eier an die Haare erfolgt bei allen Läusearten durch das Weibchen, das vor dem Absetzen des Eies eine halbflüssige, schnell erstarrende Kittmasse aus dem Hinterende auspresst. In diese wird anschließend das Ei hineingedrückt. Dieses Prinzip führt zu einer festen Verankerung. Dadurch lassen sich die Eier auch kaum heraus-kämmen.

Läuse sind Insekten mit einer unvollständigen Metamorphose. Das heißt, ohne ein Puppenstadium schlüpft aus dem Ei direkt eine Larve, die sich nach drei Häutungen zur fertigen, geschlechtsreifen Laus umwandelt. Da auch die Larve Blut saugt, besteht bereits hier die Gefahr von Krankheitsübertragungen.

Lebenszyklus Laus

Nisse - am Haar festgekittet

Klinik

Da Läuse häufig mit ihrem außerordentlich dünnen Saugrüsselrohr Nahrung (Blut) aufnehmen und dabei jedes Mal an einer anderen Stelle zustechen und saugen‚ verursachen sie bei befallenen Tieren an zahlreichen Stellen starken Juckreiz. Durch das Kratzen der Tiere kommt es oft zu starken Hautverletzungen, die zu ekzemartigen Veränderungen führen können. Ruhelosigkeit, Nervosität, Störungen in der Nahrungsaufnahme sind neben schlechtem Allge-meinbefinden, auch durch den Blutentzug, einige der Folgen. Starker Befall kann die Entwicklung von Jungtieren beeinträchtigen.

Schadwirkung durch Läuse

  • starker Juckreiz durch das Blutsaugen, jeder Einstich befindet sich an einer anderen Körperstelle
  • Hautverletzungen durch Kratzen, dadurch sekundäre bakterielle Infektionen, Haarverlust (Alopezie), Hautnekrosen
  • schlechtes Allgemeinbefinden, dadurch Fressunlust, Abmagerung, Anämie

Diagnose

  • Hund und und Katze auffällig unruhig
  • Veränderungen (Rötungen) auf der Haut
  • Parasiten auf der Haut, Eiablage am Haar (Nissen)

Linognathus setosus