Cheyletiella

Hund und Katze

Es gibt verschiedene Arten von Cheyletiellen, die sich allerdings nicht wirtsspezifisch verhalten und daher eine Spezifizierung für das therapeutische Vorgehen unerheblich ist. Man findet Chey-letiellen bei Hunden, Katzen und Kleinsäugern, vor allem Kaninchen. Der Mensch ist für diese Milbenart „Fehlwirt“, das heißt, es kommt zu Hautinfektionen, die Milben können sich aber auf der menschlichen Haut nicht weiter entwickeln.

Entwicklungsszyklus

Der Entwicklungszyklus vom Ei bis zur erwachsenen Milbe dauert 5-6 Wochen, das heißt doppelt so lang, wie bei den übrigen parasitären Milben. Dies muss bei der Behandlung unbedingt berücksichtigt werden, die dementsprechend länger durchgeführt werden muss!
Die gesamte Entwicklung findet auf der Wirtsoberfläche statt.
Ähnlich wie Sarcoptesmilben können auch Cheyletiellen bis zu 3 Wochen in der Umgebung lebensfähig und infektiös bleiben.
Die Ansteckung erfolgt in erster Linie durch Kontakt von Tier zu Tier oder aus der Umgebung. Man nimmt an, dass auch Flöhe, Fliegen und Läuse die Milben übertragen können.

Klinik

Betroffen sind meist Jungtiere. Juckreiz ist vielfach nur mild kann aber auch bei starkem Befall hochgradig sein. Sehr typisch ist eine massive Schuppenbildung im Rücken- und Schulterbereich sowie an der Außenfläche der Ohrmuschel.

Diagnose

Einfache Untersuchungen führen schnell zum Ziel

Da die Milben recht oberflächlich leben und meist in großer Anzahl auftreten gelingt ihr Nachweis durch folgende Methoden sehr leicht:

  • Untersuchung eines oberflächlichen Hautgeschabsels unter dem Mikroskop
  • Untersuchung eines Klebebandabklatschpräparates unter dem Mikroskop
  • Untersuchung von ausgezupften Haaren (hier sieht man die Eier der Milben, die an die Haare geklebt werden)
  • bei starkem Befall ist ein Nachweis der Milben mit Hilfe einer Lupe auf der Hautoberfläche direkt möglich.

Cheyletiella