Ektoparasiten

Hund und Katze

Einleitung

Ekto- oder Außenparasiten leben auf anderen Organismen. Sie dringen nur mit den der Versorgung dienenden Organen in Ihren Wirtsorganismus ein und ernähren sich von Hautsubstanzen oder nehmen Blut oder Gewebeflüssigkeit auf.

Ektoparasiten sind häufig auch Krankheitsüberträger von Infektionserkrankungen wie z.B. Hunde-Malaria oder Lyme-Borreliose (S. unter "Krankheiten", Kapitel Reisekrankheiten).

Man unterscheidet bei den Ektoparasitenn zwei Klassen:

  • die Spinnentiere (Akarida) mit je 8 Extremitäten - z.B. Zecken und Milben
  • die Insekten (Arthropoda) mit je 6 Extremitäten - z.B. Läuse und Flöhe
 

Klimawandel und Globalisierung erleichtern neuen Parasiten den Einzug nach Deutschland, wobei wir allerdings auch in Bezug auf unsere „alten“, einheimischen Parasiten weit davon entfernt sind, sie besiegt zu haben.
Ektoparasiten schmarotzen alle auf der Körperoberfläche ihrer Wirte. Die Schäden und Er-krankungen, die sie dabei verursachen, reichen vom harmlosen Mückenstich bis zur Übertragung lebensbedrohlicher Infektionen (z. Beispiel Leishmaniose oder Herzwurminfektion) oder auch stark juckender Hauterkrankungen (z. Beispiel Flohspeichelallergie oder Räudeerkrankungen)
Viele Ektoparasiten sind potentielle Zoonoseerreger, das heißt, sie stellen auch ein erhebliches Infektionsrisiko für den Menschen dar. Milben können direkt vom Tier auf den Menschen übertragen werden und dort zu Hauterkrankungen führen, Bakterien (z. Beispiel Borrelien) und Viren (z. Beispiel FSME Viren) können über blutsaugende Ektoparasiten den Menschen infizieren.