Spezifisches Gewicht: immer mit dem Refraktometer!

Spezifisches Gewicht: immer mit dem Refraktometer!

Die Nieren haben die Aufgabe, bestimmte Stoffe mit dem Urin auszuscheiden. Gleichzeitig regulieren sie den Wasserhaushalt, indem sie je nach Bedarf mehr oder weniger Wasser ausscheiden bzw. zurückhalten.

Das Spezifische Gewicht des Urins ist ein Parameter seiner Konzentration, das heißt, der Menge an gelösten Ausscheidungsprodukten im Verhältnis zur Menge des ausgeschiedenen Wassers.

Schwankungen sind abhängig von der Ernährung, der Wasseraufnahme und körperlicher Anstrengung.

Diuretika, große Infusionsmengen und vermehrtes Trinken erhöhen die Wasserausscheidung, der Urin wird „dünn“: das Spezifische Gewicht nimmt ab („Hyposthenurie“).

Bei Durstzuständen und Austrocknung wird weniger Wasser ausgeschieden (siehe auch Farbe des Urins): das Spezifische Gewicht ist höher als normal („Hypersthenurie“).

Das Spezifische Gewicht variiert beim Hund zwischen 1.015 und 1.045 und bei der Katze zwischen 1.035 und 1.060 (Zum Vergleich: Das Spezifische Gewicht von Wasser beträgt 1.00, das von Quecksilber 13,57)

Das Spezifische Gewicht des Urins kann einfach und verlässlich mit so genannten Handrefraktometern bestimmt werden.

Harnstreifen liefern häufig fehlerhafte Ergebnisse und sind daher für Hunde- und Katzenurin ungeeignet.

Vorgehen:

Einige Tropfen Urin werden auf die Prismenoberfläche gebracht. Nach dem Schließen des Deckels muss die gesamte Oberfläche mit Harn bedeckt sein.

Das Prismenende wird gegen Licht gehalten. Beim Blick durch das Okular kann das spezifische Gewicht auf einer Skala abgelesen werden.

Bei klarer Urinprobe kann die Untersuchung mit unzentrifugiertem Urin durchgeführt werden. Ist die Probe trüb, wird das Spezifische Gewicht im Überstand des Zentrifugats bestimmt.

AWB-2142148100