Eine typische Zahnerkrankung bei der Katze: FORL

Eine typische Zahnerkrankung bei der Katze: Zahnresorptionen

Zahnresorptionen bei der Katze werden auch bezeichnet als FORL (steht als Abkürzung für: Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen )

Spezielle Körperzellen, die Odontoklasten, bauen Dentin im Bereich der Zahnwurzel und des Zahnhalses ab.

Zahnresorptionen bei der Katze: Feline Odontoklastische Resorptive Läsion am Gingivarand von P3

Zahnresorptionen bei der Katze: Feline Odontoklastische
Resorptive Läsion am Gingivarand von P3

Erste kleine Schmelzdefekte findet man häufig am Übergang vom Zahnschmelz zum Zahnzement. Die Zerstörung der Zahnkrone schreitet von da aus fort zum Dentin bis schließlich zur Zahnpulpa. Gleichzeitig wird die Zahnwurzel geschädigt. Verbleibende Wurzelreste verknöchern mit der Alveole.

Im schlimmsten Stadium bricht die Zahnkrone schließlich ab, die verbleibenden Wurzelreste im Zahnfach werden von Zahnfleisch überwachsen. Der Körper wandelt das Dentin der Wurzel in Knochen um, nach

Zahnresorptionen bei der Katze: Feline Odontoklastische
Resorptive Läsion generalisiert an mehreren Zähnen

Im schlimmsten Stadium bricht die Zahnkrone schließlich ab, die verbleibenden Wurzelreste im Zahnfach werden von Zahnfleisch überwachsen. Der Körper wandelt das Dentin der Wurzel in Knochen um, nach einiger Zeit sind Wurzelreste nicht mehr nachweisbar.

Kleinere Läsionen am Zahnhals sind häufig durch Zahnstein oder Zahnfleischwucherungen überdeckt, so dass sie erst nach der Entfernung des Zahnsteins sichtbar werden.

Zahnresorptionen treten bei fast 30% aller Katzen auf. Orientalische Katzenrassen sind besonders stark betroffen.

Die Erkrankung ist für Katzen äußerst schmerzhaft. Die Zahndefekte sind höchst berührungsempfindlich. Schmerzen bei der Futteraufnahme, Verweigerung der Futteraufnahme, vermehrtes Speicheln, Zahnfleischbluten, Maulgeruch und das für Zahnschmerzen bei der Katze typische „Unterkieferzittern“ sind die klinischen Anzeichen, die auf die Erkrankung hinweisen.

Leider sind die therapeutischen Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Selbst wenn die Läsionen im Anfangsstadium erkannt und durch Versiegelungstechniken mit speziellen Kunststoffmaterialien versorgt werden, schreitet die Zerstörung des Zahnes dennoch fast immer fort.

In den meisten Fällen müssen die Zähne extrahiert werden. Besonders schwierig kann dabei die Entfernung der Wurzelreste sein, da diese durch die Erkrankung mit dem Zahnfach knöchern verbunden sind. Generell sind Katzenzähne spröder als Hundezähne und brechen daher leichter bei der Extraktion. Zahnresorptionen der verschiedenen Typen werden auch als „neck lesions“ oder „Katzenkaries“ bezeichnet.

„Karies“ ist definiert als eine Zahnschädigung, die von Bakterien verursacht wird, die durch Freisetzung von Säuren die Zahnhartsubstanz entmineralisieren. Insbesondere bei kohlenhydratreicher Nahrung (Zucker!) vermehren sich solche Bakterien.

Da Zahnresorptionen keine bakterielle Ursache haben, sollte die Bezeichnung „Katzenkaries“ nicht verwendet werden.

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