Sandmücken - klein aber gefährlich

Sandmücken - klein aber gefährlich

Engelsmücke auf menschlicher Haut

Der lateinische Namen ist Phlebotomusmücke, aufgrund ihrer nach oben gerichteten Flügel wird sie auch als Schmetterlings- oder Engelsmücke bezeichnet. Es gibt etwa 700 verschiedene Arten weltweit, allein in Europa kennt man 23 Sandmückenarten, die sich bezüglich ihres Verhaltens, ihrer Bevorzugung von verschiedenen Wirtstieren, sowie der Übertragung von Krankheitserregern unterscheiden.

Phlebotomus perniciosus ist der Name der Sandmückenart, die als Überträgerin der Leishmaniose in Südeuropa gefürchtet ist.
Phlebotomusmücken gehören mit einer Körperlänge von 1,2 bis 3,7mm zu den kleinsten Mücken überhaupt.

Aufgrund ihrer kleinen Größe sind sie sehr windempfindlich und halten sich nicht in Strandnähe sondern eher zwischen den geschützten Häuserzeilen auf. Dies ist auch mit ein Grund, weshalb Sandmücken und damit die Leishmaniose auf dem Festland weiter verbreitet ist, als zum Beispiel auf den kanarischen Inseln.
Durch ihren sandfarbenen Körper sind sie auf der menschlichen Haut perfekt getarnt. Lediglich ihre großen schwarzen Augen sind auffällig.
Phlebotomusmücken sind in den wärmeren Mittelmeerländern beheimatet, werden aber in geringer Anzahl in den Sommermonaten auch immer wieder in Süddeutschland (Rheinland Pfalz, Baden Württemberg) gefunden.

Phlebotomusmücken sind streng nachtaktiv und fliegen im Gegensatz zu vielen anderen Stechmücken, die sich durch hohes Zirpen ankündigen, völlig geräuschlos. Am Tag ziehen sie sich in schattige Feuchtgebiete zurück.
In Südeuropa fliegen sie von April bis Oktober, in tropischen Gebieten, sowie an besonders geschützten Orten Südeuropas auch ganzjährig.

AWB-2142148100