Leishmaniose

Leishmanien sind einzellige Parasiten (Protozoen), die mit Ausnahme von Australien weltweit vorkommen und verschiedene Erkrankungen bei Menschen und Tieren hervorrufen können.
Die Leishmaniose der Hunde in Südeuropa wird von Leishmania infantum verursacht und von Sandmücken übertragen.

Typisch für die Erkrankung ist die häufig sehr lange Inkubationszeit, das heißt, es vergehen oft Monate oder sogar Jahre nach der Infektion, bis es zum Ausbruch der Erkrankung kommt.

Das Spektrum der Krankheitserscheinungen ist breit gefächert: Haarausfall, Schuppenbildung, Brillenbildung, Hautgeschwüre, Abmagerung, verstärktes Krallenwachstum, starke Verhornung im Bereich der Pfotenballen, Lymphknotenschwellungen, entzündliche Veränderungen im Bereich des Auges, Nasenbluten, Gelenkentzündungen mit Lahmheiten und Leber- und Milzschwellungen. Im Endstadium der Erkrankung führt meist ein Versagen der Nierenfunktion zum Tod.

Die Leishmaniose ist eine Zoonose. Über den Stich der Sandmücke können insbesondere Kinder bis zu einem Alter von 5 Jahren und immunschwache Personen (HIV – Patienten, Transplantatpatienten) infiziert werden und erkranken.

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