Krankheiten-durch Stechmücken übertragene Krankheiten

Herzwurmerkrankungen (Dirofilariose)

Herzwürmer werden durch verschiedene Stechmückenarten (z.B. Anopheles spp., Culex spp., Aedes spp.) übertragen (bisher konnten bereits 70 verschiedene Arten als potentielle Überträger nachgewiesen werden!).

Der Herzwurm, Dirofilaria immitis, gehört zu den Rundwürmern, den Nematoden. In Europa gelten die Mittelmeeranrainerstaaten Portugal, Spanien, Südfrankreich, Italien und Griechenland als endemische Gebiete.

Lebenszyklus Herzwurm

Die in Deutschland vorkommenden Stechmückenarten gehören zu den potentiellen Überträgern des Herzwurmes. Allerdings werden hierzulande konstante Wärmeperioden, die die Herzwurmlarven für ihre Weiterentwicklung in der Stechmücke benötigen nicht immer erreicht. In den letzten Jahren wurden jedoch wiederholt D. immitis – infizierte Stechmücken auch in Deutschland nachgewiesen.

Larvenstadien des Herzwurms gelangen beim Blutmahl in die Haut der Hunde. Von dort wandern sie zu ihrem „Zielorgan“, der rechten Lungenarterie und dem rechten Herzen. Die Geschlechtsreife in ihrem Wirt erreichen sie erst nach etwa 150 Tagen. Aus diesem Grund kommt es häufig erst Monate bis Jahre nach der Infektion zu klinischen Veränderungen.

Milde Infektionen können auch unerkannt bleiben. Je nach Wurmbürde zeigen die Hunde Leistungsschwäche, Husten, Abmagerung, Ansammlung von Wasser in den Gliedmaßen (Ödeme), in der Lunge oder im Bauch (Bauchwassersucht, Aszites). Plötzliche Todesfälle durch abgestorbene Würmer, die zu einer Embolie führen, kommen vor. Auch Katzen können infiziert werden und erkranken.Die Infektion des Menschen verläuft in der Regel ohne Krankheitserscheinungen. Der Mensch ist Fehlwirt. Die Larven werden meist im frühen Stadium im Lungengewebe abgekapselt.
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