Mensch

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Auch der Mensch wird nicht verschont

Aufgrund ihrer wenig ausgeprägten Wirtsspezifität befallen Tierflöhe, wenn gerade kein „tierischer Blutspender“ in greifbarer Nähe ist, durchaus auch den Menschen. Da sie sich auf dessen glatter und schwach behaarter Haut nicht ganz so wohl fühlen, verlassen sie diesen „Wirt“ nach der Blutmahlzeit relativ schnell wieder. Allerdings sticht der Floh auch den Menschen mehrmals an verschiedenen Hautstellen, bevor er Blut saugt, was zur so genannten „Flohstrasse“ auf der Haut führt, das heißt, er hinterlässt typischerweise mehrere Pusteln und punktförmige Hautrötungen auf einem eng umschriebenen Hautbezirk. Hautentzündungen und allergische Reaktionen können folgen.

Insbesondere bei engem Tierkontakt kann es auch zum versehentlichen Abschlucken von Flöhen und damit, wie bei Hunden und Katzen, zu einer Infektion mit Bandwürmern kommen. Hiervon sind meist Kleinkinder betroffen.
Ein Krankheitskeim, der in den letzten Jahren immer wieder das öffentliche Interesse erregt hat, ist Bartonella henselae, der Erreger der Katzenkratzkrankheit. Über Flohkot kann dieses Bakterium von der Katze auf den Menschen übertragen werden. Gelangt der Keim in Hautwunden (Beispiel: Die Katze kratzt den Menschen. Ihre Krallen sind dabei mit infiziertem Flohkot behaftet, weil sie sich vorher aufgrund des Flohbefalls selbst gekratzt hat!), kann er nicht nur zu lokalen Hautinfektionen sondern auch zu allgemeinen fieberhaften Erkrankungen führen.

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