Bekämpfung/Prophylaxe

Erfolgreiche Strategie der Flohbekämpfung

Durch die eingangs erwähnten günstigen Umgebungsbedingungen, sind Flöhe mittlerweile ganzjährig aktive Plagegeister, so dass die Flohprophylaxe auch in den Wintermonaten sinnvoll ist.

Sind bereits Flöhe am Tier feststellbar, ist es wichtig, nicht nur die Parasiten im Hunde- und Katzenfell zu bekämpfen, sondern gleichzeitig durch geeignete Maßnahmen, deren Weiterentwicklung in der Umgebung zu verhindern. Flohlarven leben nicht parasitisch und stellen daher keine nennenswerte Belästigung dar. Die Betrachtung der jugendlichen Flöhe an dieser Stelle ist jedoch sehr wichtig, da die Anzahl der am Tier sichtbaren erwachsenen Flöhe nur die „Spitze des Eisberges“ darstellt. Bei normalen Umweltbedingungen im Haushalt gilt: auf einen, auf dem Tier befindlichen erwachsenen Floh fallen zirka 100 Jugendstadien (Eier, Larven, Puppen) – ein schier unerschöpfliches Reservoir.
Nur 10% der Hunde und Katzen infizieren sich mit Flöhen über den direkten Tierkontakt. Die Hauptansteckungsquelle ist die Umgebung – also möglicherweise die Wohnung der Tierbesitzer.

Neue Technologien haben anwendungsfreundliche Spot-on Produkte auf den Markt gebracht, die eine Flohbekämpfung für den Tierbesitzer nicht nur einfach und bequem gestalten, sondern auch eine gleichmäßige Verteilung des Wirkstoffes über den ganzen Tierkörper garantieren.

Um die Schäden durch den Flohbefall am Tier möglichst gering zu halten, ist es wichtig Ektoparasitika einzusetzen, die die Flöhe nicht nur schnell abtöten, sondern möglichst sogar schon das Blutsaugen verhindern (z. B. Imidacloprid: Advantage®).

Zwei Wirkstoffgruppen sind auf dem Markt, die die Entwicklung von Floheiern und Flohlarven verhindern.

IGR's (Insect Growth Regulators), Insektenwachstumshemmer unterbrechen die Flohentwicklung in der Umgebung, indem sie die Häutung zum jeweils nächsten Larvenstadium unterbinden. Zu dieser Wirkstoffgruppe gehört zum Beispiel das im Tamirex® Umgebungsspray enthaltene Pyriproxifen und S-Methopren, das in Produkten zur Anwendung am Tier und in Uumgebungspräparaten Anwendung findet.

Chitinsynthesehemmer verhindern die Bildung von Chitin, das für die panzerartige Hülle der Larven bzw. Adultflöhe wichtig ist, und hemmen die Weiterentwicklung auf diese Weise. Zu dieser Substanzgruppe gehört zum Beispiel Lufenuron. Der Wirkstoff wird beim Blutmahl aufgenommen und gelangt in die Floheier. Die Entwicklung lebensfähiger Larven wird verhindert. Dazu muss der Floh aber stechen.

Studien haben gezeigt, dass Imidacloprid neben seiner Floh-abtötenden Wirkung auch eine Wirksamkeit gegen Flohlarven in der Umgebung des behandelten Tieres besitzt.
Flohlarven in der Umgebung des Tieres werden abgetötet, wenn sie mit einem behandelten Tier oder dessen abgeschilferten Hautschuppen in der Umgebung in Kontakt kommen.

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