Gesundheitsschäden bei Hund und Katze

Gesundheitsschäden bei Hund und Katze

Granulome unter Nierenkapsel durch Spulwurmlarven

Granulome unter Nierenkapsel
durch Spulwurmlarven

Die Schäden, die Würmer bei ihren Wirten verursachen, sind sehr vielfältig. Sie ernähren sich von ihren Wirten und entziehen ihnen daher Vitamine und andere Vitalstoffe. Sie schwächen die körpereigenen Abwehrkräfte und beeinflussen das Immunsystem (gefährdet Schutzwirkung von Impfungen).

Je nach Ausmaß des Befalls zeigen die Tiere glanzloses, struppiges Haarkleid, Abmagerung, Anämie, gestörte Fruchtbarkeit, reduzierte Leistungsfähigkeit und herabgesetzte Vitalität.

Aus dem After auswandernde Bandwurm - Proglottiden erzeugen Juckreiz („Schlittenfahren“).

Spulwurmlarven und Hakenwurmlarven schädigen bei ihrer Körperwanderung Gewebe und Organe. Bakterielle Sekundärinfektionen, zum Beispiel Pneumonien, sind häufig.

Spulwürmer treten bei Welpen oft als Massenbefall auf. Diese Spulwurmknäuel können zu einem vollständigen Verschluss von Gallengängen und Darm führen.

Mildere Symptome sind Erbrechen und Durchfall.

 

Hakenwürmer verursachen besonders schwere Anämien. 10 – 15 Tage nach der Infektion ist der Blutverlust am höchsten. Bei Hunde- und Katzenwelpen kann ein Befall ab 50 Hakenwürmern infolge des starken Blutverlustes tödlich verlaufen!

Typisch bei stark befallenen Welpen ist ein trommelförmig aufgetriebener Bauch („Askaridenbauch“). Durch den Eiweißverlust bildet sich eine Bauchwassersucht (Aszites).

Wachstumsstörungen und Gliedmaßenfehlstellungen sind Folgen der durch Wurmbefall verursachten Mangelsituation.

Ein leichter Befall mit Peitschenwürmern bleibt oft unbemerkt, ein schwerer Befall kann zu blutigen Dickdarmdurchfällen, Abmagerung und Austrocknung führen.

Die klinischen Symptome bei Hunden mit einem Herzwurmbefall sind abhängig von der Anzahl der Würmer und vergleichbar mit der Symptomatik einer Herzinsuffizienz. Milde Verlaufsformen sind gekennzeichnet durch Leistungsschwäche und Husten bei Anstrengung. Schwerere Verlaufsformen zeigen zunehmende Lungenprobleme, Bauchwassersucht (Aszites), Gliedmaßenödeme oder auch plötzliche Todesfälle infolge einer Thromboembolie durch abgeschwemmte Würmer.

Bei Katzen liegen meist nur geringe Wurmzahlen vor, so dass hier ein Herzwurmbefall vielfach symptomlos verläuft. Allerdings können auch bei Katzen abgeschwemmte Parasiten zu Thrombembolien und damit zu dramatischen Verlaufsformen führen.

Ein Befall mit Hautfilarien kann völlig symptomlos bleiben, zu einzelnen lokalen Hautknoten führen, in deren Zentrum sich dann der adulte Parasit befindet, oder auch zu allgemeinem Juckreiz und großflächigen Hautekzemen führen.

Die klinischen Symptome beim Befall mit Lungenwürmern werden oft mit Zwingerhusten verwechselt. Würgender Husten, der nur schlecht auf eine Antibiotikatherapie anspricht, ist typisch.
Schwere Verlaufsformen sind geprägt durch Atemnot, Pneumonien, Schleimhautblutungen durch Wanderlarven, Herz- Kreislaufschwäche und auch neurologische Symptome (Zittern, epileptische Anfälle).

Vergleich gesunde Lunge (links) mit wurmbedingter Pneumonie (rechts)

 

AWB-2142148100