Sinne und Sehen

Überlegungen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Säuger und Reptil – Sinne und Sehen.

  • Der Sinn von Sinnesorganen besteht darin Unterschiede in der Mitwelt wahrzunehmen, um sich zu orientieren und zu reagieren und zu kommunizieren.

  • Der Hörsinn wird bei Reptilien bisher als untergeordnet angesehen. Ob das stimmt? Erschütterungen werden wahrgenommen und Laute geäußert.

  • Der Augensinn ist bei Reptilien besser entwickelt als bei Säugern. Wir Säuger stammen von nachaktiven, mausgroßen Ursäugern ab, die sich tunlichst vor den Sauriern versteckt haben. Da brauchte es nur zwei Farbzapfen. Mensch und Altweltaffen (Afrika, Asien) haben dann noch einen Farbzapfen dazubekommen. Da wird die Welt und das Fernsehen schon bunter. Reptilien besitzen 4 Farbzapfen und sehen im Ultraviolett A (das „sehen“ wir erst später  und indirekt, wenn unsere Haut braun oder gar rot wird). Wie bunt mag die Welt der Reptilien sein, wie bunt sehen sie sich selber und wie mögen sie unter schlechter Terrarienbeleuchtung leiden? Buntsehen, das können Geckos auch im Dunkeln und viele Schlangengruppen (Grubenottern, Riesenschlangen) orientieren sich an der Wärmeabstrahlung ihrer Beute. Die sehen nicht nur eine Wärmekugel, die sehen das Ohr der Maus, und die Finger des Pflegers und schlagen in Bruchteilen von Sekunden zu. Also Achtung!

  • Das dritte Auge, Parietalauge oder  Scheitelauge hat direkten Draht (die Seitenaugen übrigens auch) in das Gehirn und steuert Stoffwechseleinstellungen des Körpers in Abhängigkeit von der Sonne.

  • Der Geschmack und Geruchsinn ist bei Reptilien sehr gut entwickelt. Durch Züngeln und Verbringen von Geruchsmolekülen in das sogenannte Vomeronasal Organ zur Analyse, wird die Duftlandschaft kartografiert und zur Beute und Partnerfindung genutzt.

Viele Reptilien haben Vierfarbsehen, wir Menschen Dreifarbsehen, unsere Heimtiere Zweifarbsehen.

Rotwangen Schmuckschildkröte Jungtier, Trachemys scripta elegans

AWB-2142148100