Betrieb Terrarium

  • Ein Terrarium ist ein Prozess - keine Kiste:
  • Es gibt kein Standardterrarium! Unser Tun bestimmt das Wohlbefinden.

Ansprüche und Missverständnisse

Ansprüche der Reptilien:

  • Raum, Schutz, Rhythmus, Abwechslung
  • Eubiose = gesunde Keimflora
  • Lebensmittel: Luft, Strahlung, Wasser, Nahrung

Missverständnisse:

  • Klima = Kleinklima
  • Landschaft = Kleinbiotop
  • Wüste = Sand
  • Urwald = Nass

Missverständnisse – Klima und Kleinklima

Heloderma suspectum: Vorzugstemperatur 30 °C; Die Arizona Wüste ist heißer aber auch kälter; Tucson (Stadt in Arizona): Jahresmittel 20 °C. Im gleichen Lebensraum: Sauromalus obesus: Vorzugstemperatur 40 °C.

Testudo hermanni: Griechenland ist heiß und trocken.

Vipera berus: Lufttemperatur 0 °C; Körpertemperatur 20 °C

München: Jahresmittel 8 °C; Vorzugstemperatur Lacerta agilis 33 °C

Wie machen die Reptilien das bitte? Wie ist das erklärbar?

Aufgabe: Diese Arten bitte in Wikipedia nachschlagen! Wer von den Tieren ist karnivor, wer eher Vegetarier? Machen Sie sich Gedanken, wie sich diese Arten im Lebensraum verhalten Sagen also Durchschnittstemperaturen, wie das Wetter über das Jahr in Griechenland wirklich ist? Sagen Vorzugstemperaturen etwas über das Wetter in Griechenland? Welche Konsequenzen hat das für eine entsprechende Terrarienklimatisierung? Machen Sie sich dazu ein paar Notizen.


Missverständnisse – Klima und Kleinklima

Heloderma suspectum, ist nachts, morgens und dämmerungsaktiv und ernährt sich durch das Räubern von Nestern. Sauromalus obesus ist tagaktiv und Pflanzenfresser. Beide halten Winterruhe.

Testudo hermanni ist ein Sonnenanbeter und ernährt sich von Kräutern. Der Boden und die Schlupflöcher sind feucht. Es wird eine Winter und Sommerruhe gehalten.

Vipera berus hat eine dunkle Grundfärbung und sammelt dadurch besonders viel Strahlung.

Lacerta agilis sonnt sich gern und versteckt sich bei ungünstiger Witterung und hält Winterruhe.

Fazit für die Terraristik: Die Durchnittstemperaturen und Vorzugstemperaturen sind ungeeignet Mikroklima Ansprüche zu beschreiben und die Terrarienklimatisierung muss den Ansprüchen der Reptilien über Tag und Jahr angepasst werden.

Terrarien 1

Schlüpflinge auf dem Brutsubstrat Vermiculite; Kunststoffdosen zur Aufzucht von Chamäleons; Ausgesetzte Wasserschildkröten in einem Brunnen am griechischen Parlament; Zwei Dornschwanzagamen Männchen getrennt und mit Schlupfkästen; Futter wird zur Abwechslung unter Heu versteckt; zwei Schauterrarien.


Terrarien 2

Freilandterrarien für Wasser- und Landschildkröten und Eiablage Kiste; Styropor Rückwand für Wüstenterrarium; Wasserschildkröten Brut- und Aufzuchtterrarium; Glasbohrer, um Abflussloch in Aquarienbecken zu bohren (leichte Reinigung!); Sonnenplatz für Wasserschildkröten; Zuchtanlage für teure Albino Wasserschildkröten; in den Boden versenkte Freiland Frühbeetanlage zur Zucht von wärmeliebenden Reptilien mit Ananas Bepflanzung.


Terrarien 3

Schauterrarien mit hyperrealistischer Einrichtung (Blechdosen, alter Steg); Aquarium in dem der Fisch entscheidet, wann er gesehen werden will (das eigentliche Aquarium ist verdeckt); Design Schauterrarien und Sterilterrarium zur Aufzucht von Amphibien; Offenterrarien für Heloderma suspectum mit Thermometer und Pflegeinstrumenten; Substrate und Einrichtungen von Naturterrarien; ein großer Überwinterungskühlraum (Hibernaculum); Terrarium mit bemalter Styroporverkleidung.


Terrarien 4

Freilandterrarien für Wasser und Land Schildkröten mit Ablauf und Strahler aus Kunststoffwannen; Regalterrarien zur Haltung und Zucht von versteckt lebenden Schlangen; Regalterrarien in einer Großhandelsanlage; Strahlerbefestigung und Landschildkötenterrarium geteilt, weil sich die Tiere nicht vertragen; Sterilterrarium für Wasserschildkröten mit Ausstiegshilfe; Offenterrarium für Bartagamen; Sumpfterrarium für Rotbauchunken und Freilandteich für Wasserschildkröten.


Noch eine Variante, für wen??

Gazeterrarium für Busch und Baumbewohner, Chamäleons oder Anolis.

Grundprinzipien bei der Terrarienplanung:

Leitmotive:

  • Weniger ist mehr.
  • So einfach wie möglich.
  • Kleiner, nicht verkleinerter Naturausschnitt.

Aufgabe: Überlegen Sie sich bitte genau den Unterschied zwischen klein und verkleinert!

Einteilung der Terrarientypen nach:

  • Funktion
  • Standort
  • Material
  • Format
  • Wassergehalt
  • Temperatur

Aufgabe: Methode Mindmap mit einem Blatt Papier; In den Mittenkreis schreiben Sie Einteilung der Terrarientypen und rundherum an die Hauptäste Funktion etc. Fächern Sie dann die Hauptäste mit konkreten Terrarientypen auf. Lassen Sie sich von den vorangegangenen Bild Collagen inspirieren.


Unterschiedliche Ansprüche - Unterschiede in der Übersetzung

Es gibt je nach den Ansprüchen der Reptilien, auch über Saison und Tageszeit unterschiedliche Trends in den Parametern der Terrariengestaltung: von einem extrem zum anderen. Hier die Extreme.

 

Geschlossen

Offen

Innen

Freiland

Wasser

Land

Relative Luftfeuchte

Relative Luftfeuchte

Trockeninseln / Drybox

Wassernapf, Wetbox

Humus, Kokosfaser, Laub

Kies, Sand, Steine

Blattpflanzen

Dornenpflanzen, Sukkulenten

Holz

Stein

Wassertechnik

Strahlertechnik

LEDs, Röhren, Energiesparlampen

HQL Mischlichtlampen, UVB HQI Spotstrahler

Halogenlampen

Entladungslampen

UVB

UVB

diffuse Erwärmung (Heizkörper) offen

lokale Erwärmung (Strahler, Heizmatte)

AWB-2142148100