Enzephalitozoonose

Enzephalitozoonose, "Schiefhalskaninchen"

Die Enzephalitozoonose ist ebenfalls eine Erkrankung, die durch Protozoen hervorgerufen wird. Sporen des Erregers, Enzephalitozoon cuniculi, werden mit Urin und Kot ausgeschieden. Über kontaminiertes Futter und Einstreu erfolgt die Übertragung auf andere Kaninchen. Nach der Aufnahme durchdringen die Parasiten den Darm und gelangen über den Blutweg in andere Körperorgane und zwar vorwiegend in die Nieren, in das Gehirn, die Hirnhaut und in die Augen.

Klinische Symptome:
Typische Symptome sind Kopfschiefhaltung, Nystagmus (Augenzittern), Gleichgewichtsverlust, Lähmungserscheinungen, Seitenlage, Augenentzündungen und Symptome, die generell mit einem Nierenversagen einhergehen.

Diagnose:
Die Diagnose kann mit Hilfe des Nachweises von Antikörpern im Blutserum oder des Nachweises von Enzephalitozoon-Sporen im Urin erfolgen.

Therapie:
Eine generell Erfolg versprechende Behandlung ist bisher nicht bekannt. Es gibt verschiedene Therapieempfehlungen. Zum Einsatz kommen Antibiotika, Vitamine, Kortisone und Endoparasitika.

Achtung!: Enzephalitozoon kann außer Kaninchen auch Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster, Schweine,

Pferde, Hunde, Katzen und auch den Menschen (Zoonoseerreger!) befallen. Infektionen verlaufen dabei generell subklinisch. Eine Gefährdung besteht ausschließlich für immungeschwächte Menschen.

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