Nematoden

Nematoden (Rundwürmer)

Verschiedene Nematodenarten können je nach Haltungsart bei kleinen Heimtieren auftreten. Bei Kaninchen kommen Magenwürmer (Graphidium strigosum), Trichostrongyliden und Pfriemenschwänze (Passalurus ambiguus) vor.
Bei Meerschweinchen, Ratten, Mäusen und Gerbilen werden am häufigsten Pfriemenschwänze nachgewiesen.
Bei Chinchillas und Degus werden nur selten Helminthen nachgewiesen. Sie spielen bei der Hobbytierhaltung eine nur untergeordnete Rolle.

Klinische Symptome
Ein Befall mit Würmern (Helminthen) führt nicht immer zu klinischen Symptomen.
Besonders bei geschwächten Tieren und unter mangelhaften Haltungsbedingungen kann es aber zu Krankheitserscheinungen wie massivem Juckreiz im Bereich des Afters, Durchfällen, Abmagerung und sogar zum Rektumprolaps (Ausstülpung des Enddarmes) kommen.

Diagnose:
Bei Verdacht sollten zwei Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen:

1. Die Kotuntersuchung mittels des Flotationsverfahrens zum Nachweis von Parasiteneiern.

2. Ein Tesafilmabklatschpräparat vom Afterbereich. (Oxyuren, „Pfriemenschwänze“ legen ihre Eier im Bereich des Anus ab. Daher können diese am besten direkt mit einem Abklatschpräparat nachgewiesen werden)

AWB-2142148100