Präparate

Gebräuchliche Wirkstoffe zur Bekämpfung von Ektoparasiten

  • Imidacloprid (Advantage®)

Zugelassen zur Bekämpfung von Flöhen bei Kaninchen. Auch bei vielen anderen Heimtieren konnte die Wirksamkeit und Verträglichkeit gezeigt werden. Neben der Anwendung zur Flohbekämpfung wird das Präparat auch gegen, Haarlinge und Läuse eingesetzt.
Kaninchen, die jünger als 10 Wochen sind, sollten noch nicht damit behandelt werden.
Die Applikation sollte an 2 – 3 Stellen entlang des Rückens auf die Haut erfolgen und bei Bedarf nach 2 – 4 Wochen wiederholt werden.

  • Makrozyklische Laktone (Moxidectin, Ivermectin, Selamectin)

Moxidectin ist zur Anwendung bei Frettchen zugelassen: Auch bei vielen anderen Heimtieren zeigen Praxiserfahrungen eine gute Wirksamkeit des Präparats gegen Flöhe, Haarlinge, Läuse und Milben sowie gegen Rundwürmer.
Bei der Ohrräude des Kaninchens kann es auch wöchentlich direkt in beide Ohren des betroffenen Tieres geträufelt werden. Das Tier sollte sich direkt nach der Applikation nicht schütteln!
Im Gegensatz zur Katze wird bei kleinen Heimtieren generell die wöchentliche Anwendung oder Anwendung im Abstand von 10 Tagen empfohlen.
Gleichzeitig sollten keine anderen Präparate der gleichen Wirkstoffgruppe verabreicht werden. Gegenseitiges Belecken sollte verhindert werden.

  • Propoxur

In Puderform zur Sofortbekämpfung von Flöhen, Haarlingen, Läusen und Zecken. Das Puder ist vorsichtig zu dosieren.

  • Umgebungssprays zur Flohbekämpfung (z.B. Bolfo® Umgebungsspray, Tamirex® Plus- Spray mit den Wirkstoffen Cyfluthrin, Pyriproxifen)

Zur Umgebungsbehandlung.

  • Amitraz

Die Lösung muss mit Wasser verdünnt werden, wobei die Angaben bezüglich der Konzentration bei den verschiedenen Heimtierarten unterschiedlich sind und zwischen 0,4ml / l Wasser und 10ml / l Wasser schwanken!
Die Waschungen erfolgen im Abstand von 1-2 Wochen. Bei Milbeninfektionen werden 3 – 6 Behandlungen empfohlen.
Das Präparat sollte nicht bei jungen Tieren angewendet werden.

  • Permethrin

z.B.zur Bekämpfung von Zecken bei Kaninchen.

  • Fipronil

Zur Anwendung bei Kleinsäugern kommt meist ein Spray. Es wird eingesetzt zur Bekämpfung von Haarlingen, Läusen und Milben. Um Überdosierungen zu vermeiden, werden die Tiere nicht direkt angesprüht. Man gibt je nach Größe des zu behandelnden Tieres 1 bis 2 Sprühstöße in die behandschuhte Hand und reibt die Tiere dann im Abstand von 10 Tagen bis zur Ausheilung ein. Körperöffnungen und Schleimhäute müssen ausgespart werden.
Das Präparat eignet sich auch zur Käfigdesinfektion.

Achtung!: Der Wirkstoff Fipronil wird von Kaninchen schlecht vertragen. Die Anwendung hat bereits zu Todesfällen geführt. Fipronil darf daher bei dieser Tierart nicht angewendet werden!
Auch bei Streifenhörnchen und geschwächten oder sehr jungen Tieren sollte auf den Gebrauch von Fipronil verzichtet werden.

  • Phoxim

Die Lösung wird mit Wasser verdünnt und kann gegen Ektoparasiten als Spray- oder Badebehandlung eingesetzt werden.

AWB-2142148100