Uteruskarzinom

Uteruskarzinom des Kaninchens

Im Vergleich zu anderen Haustieren tritt das Uteruskarzinom beim Kaninchen gehäuft auf. Je nach Studie wird von einer Häufigkeit bis zu 80% bei über 4 Jahre alten Tieren berichtet.
Es handelt sich um einen bösartigen Tumor, der sich zunächst langsam, meist innerhalb von 1-2 Jahren in der Gebärmutter ausbreitet und dann in andere Organe wie Darm, Bauchfell, Lunge, Leber und Knochen metastasiert.

Klinische Symptome:
Die Symptome sind unspezifisch (rötlich verfärbter Urin, der häufig eher als Blasenentzündung fehlinterpretiert wird, Anschwellungen im Bereich des Gesäuges, Apathie, Inappetenz, Zähneknirschen, Verhaltensveränderungen als mögliche Schmerzsymptome, zunehmender Bauchumfang), so dass die Tiere vielfach erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung in der Praxis vorgestellt werden.

Diagnose:
Die Diagnose erfolgt durch Abtasten, Röntgenuntersuchung und Ultraschalluntersuchung.

Therapie und Prophylaxe:
Therapie der Wahl ist die chirurgische Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter (Ovariohysterektomie).
Aufgrund des gehäuften Auftretens wird die prophylaktische Kastration der weiblichen Kaninchen empfohlen.

AWB-2142148100