LCM des Hamsters

Lymphozytäre Choriomeningitis (LCM) des Hamsters

LCM gilt als wichtigste Viruserkrankung beim Hamster. Erkrankungen in Form von Entwicklungsstörungen, Augenentzündungen und neurologischen Symptomen treten nur bei Jungtieren unter 6 Monaten auf.

Der Erreger ist das Lymphocytic Choriomeningitis Virus (LCMV), ein negativ-Einzelstrang-RNA-Virus der Gattung Arenavirus. Der Erreger wird über den Kot, Urin, Speichel und die Tränenflüssigkeit vor allem in den ersten drei Lebensmonaten ausgeschieden.

Da es sich um einen Zoonoseerreger handelt, sollten, um Erkrankungen des Tierhalters vorzubeugen, die Tiere aus Zuchten stammen, die LCM frei sind. Für die Epidemiologie der Erkrankung des Menschen sind insbesondere Goldhamster von Bedeutung. Infektionen durch Mäuse oder Meerschweinchen sind bislang nicht bekannt geworden. Die Infektion des Menschen erfolgt durch Aufnahme virusbelasteter Partikel über den Mund und die Atemwege sowie durch direkten Tierkontakt oder Bisse.

Der Nachweis kann über einen serologischen Antikörpernachweis (ELISA, IFT) erfolgen. Eine Therapie ist nicht üblich. Durch regelmäßige serologische Untersuchungen der größeren Nagetierzuchten ist die Erkrankung insgesamt seltener geworden.

AWB-2142148100