Diagnosemöglichkeiten

Diagnosemöglichkeiten

  • Tesafilmabklatschpräparat

Die Haare an den befallenen Hautstellen werden gescheitelt und ein Tesafilmstreifen im Scheitelbereich mehrmals auf die Haut gedrückt. Schuppen, Haare und im positiven Fall Parasiten und Parasiteneier haften an der Klebefläche. Der Tesafilmstreifen wird einfach auf einen Objektträger geklebt und unter dem Mikroskop (Lupenvergrößerung) durchgemustert.
Gute diagnostische Möglichkeit für den Nachweis von Haarlingen, Läusen, Nissen, Milben (Cheyletiellen, Tropische Rattenmilbe), Wurmeier von Pfriemenschwänzen, Bandwurmglieder.

  • Trichogramm

Haare im befallenen Bereich werden ausgezupft und direkt unter dem Mikroskop (Lupenvergrößerung) auf anhaftende Parasiten oder Eier (auch Nissen bei Laus- und Haarlingsbefall) untersucht.

  • Kalilaugenpräparat

Zum Nachweis von Milben und Milbeneiern.
Im Randbezirk zur gesunden Haut werden die oberen erkrankten Hautschichten mit einem scharfen Löffel oder einer stumpfen Skalpellklinge bis zum Austritt kapillärer Blutungen abgeschabt.
Die so gewonnenen Hautpartikel werden auf einen Objektträger aufgebracht. Nach Aufträufeln von 2 – 3 Tropfen einer 10%igen Kalilauge lässt man das Präparat etwa 20 Minuten ruhen.
Kalilauge zersetzt die Keratinbestandteile der Hautzellen und sorgt damit für eine bessere Übersicht. Außerdem werden die Milben im Geschabsel abgetötet. Dadurch strecken sie ihre (8) Gliedmaßen aus und werden somit besser sichtbar.
Nach der Einwirkzeit legt man ein Deckglas auf und durchmustert den Objektträger unter dem Mikroskop bei Lupenvergrößerung.

  • Kotuntersuchung mittels Flotation

(Siehe auch unter Fernkolleg: Endoparasiten bei Hund und Katze)
Zum Nachweis von Parasiteneiern im Kot.
Der zu untersuchende Kot wird mit der Flotationslösung (Anreicherungsflüssigkeit, deren spezifisches Gewicht zwischen 1,1 und 1,2 liegt) suspendiert und über ein feines Sieb (Teesieb o.ä.) in ein Reagenzglas gefüllt, bis sich am oberen Ende des Gefäßes ein Flüssigkeitskonus bildet. Darauf legt man ein Deckgläschen.
Nach etwa 30 Minuten nimmt man das Deckgläschen vorsichtig ab und verbringt es auf einen Objektträger, den man mikroskopisch (Lupenvergrößerung) durchmustert.

AWB-2142148100