Besitzeraufklärung, Einverständniserklärung, Dokumentation

Besitzeraufklärung, Einverständniserklärung, Dokumentation

Tierbesitzer haben ein Recht darauf, sorgfältig über den Ablauf einer bevorstehenden Operation sowie auch über Narkose- und Operationsrisiken aufgeklärt zu werden. Es empfiehlt sich sehr, dafür entsprechende Formblätter zu verwenden und sich die erfolgte Aufklärung und Einwilligung zur Operation vom Tierbesitzer schriftlich bestätigen zu lassen.
Insbesondere bei letal ausgehenden Komplikationen befinden sich Tierbesitzer in einer (verständlichen) emotionalen Stresssituation und sind häufig schnell bereit, „den Schuldigen“ zu suchen und rechtliche Schritte gegen den Tierarzt einzuleiten.

Kommt es einmal zu einem Rechtsstreit mit entsprechendem Haftungsanspruch ist es vor Gericht wichtig, dass die Besitzeraufklärung sowie auch der Behandlungs- und Operationsverlauf schriftlich dokumentiert werden können.
Nur dokumentierte Maßnahmen werden als durchgeführte Maßnahmen rechtlich anerkannt!

Das bedeutet, genauso wichtig wie die schriftliche Aufklärung des Besitzers, ist das Anästhesie- und Operationsprotokoll mit Angaben über:

  • Patientendaten
  • Krankengeschichte
  • Ergebnisse der klinischen Untersuchung
  • Ergebnisse weiterer Untersuchungen (EKG, Blutuntersuchungen, Röntgen)
  • Beurteilung des individuellen Narkoserisikos
  • Zeitpunkt der Prämedikation und Narkoseeinleitung und Menge und Art der verwendeten Präparate
  • Art und Menge von Infusionslösungen
  • Art der Überwachung der Narkose und Dokumentation der jeweils gemessenen Parameter
  • Besondere Ereignisse während der Operation
  • Zustand nach Beendigung der Narkose
  • Verlauf der Aufwachphase
  • Weitere Applikation von Medikamenten (Infusionslösungen, Antibiotika, Analgetika)
AWB-2142148100