Die Aufwachphase

Die Aufwachphase

Der Aufwachbereich sollte warm und ruhig sein und dem Patienten soweit möglich eine gewisse Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Da Komplikationen während der Aufwachphase durchaus häufig auftreten, sollte aber auch eine schnelle intensivmedizinische Betreuung gewährleistet sein.
Wird die Anästhesie ausgeleitet, durchläuft der Patient die oben beschriebenen Anästhesiestadien in umgekehrter Richtung.
Die Aufwachphase muss genauso kritisch überwacht werden wie die gesamte Anästhesie. Spezielle Wirkstoffe wie Ketamin, mangelnde Versorgung mit Analgetika, spezielle Operationen wie Wirbelsäulenoperationen sowie unruhige Umgebung können während der Aufwachphase Krämpfe und Erregungszustände hervorrufen. Die Tiere sind nicht ansprechbar, unberechenbar und können wild um sich beißen.
Selbstschutz steht hier an erster Stelle. Nach sicherer Fixierung können Diazepine oder ein schnell wirksames Barbiturat verabreicht werden.

Die Extubation erfolgt erst, wenn der Patient den Schluckreflex wiedererlangt hat. Kurz davor muss der Cuff entblockt werden.

Es gibt verschiedene Ursachen, die auch während der Aufwachphase zu einem Atemstillstand führen können. Daher gilt auch für die Aufwachphase: die Atmung muss klinisch und, wenn möglich, auch apparativ weiterhin kontrolliert werden!

 

Patient in der Aufwachphase bereits extubiert

Die Temperaturregulation bei operierten / narkotisierten Patienten ist häufig gestört. In den meisten Fällen kommt es zum Absinken der Körpertemperatur: Hypothermie.
Mit Hilfe von Wärmekissen, Decken oder der Infusion körperwarmer Lösungen ist dieser Zustand meist rasch beherrschbar. Dramatischer verläuft ein Anstieg der Körpertemperatur: Hyperthermie. Insbesondere wenn Körperinnentemperaturen von über 40°C gemessen werden ist rasches Handeln erforderlich.
Je nach Fall muss Sauerstoff verabreicht werden, der Körper mit Hilfe von Eispackungen abgekühlt werden, fiebersenkende Präparate wie Metamizol oder Kortikosteroide verabreicht werden.

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