Betäubungsmittelrechtliche Bestimmungen

Betäubungsmittelrechtliche Bestimmungen

Betäubungsmittel enthalten Wirkstoffe mit Suchtpotential, das heißt, die unkontrollierte Anwendung kann beim Menschen eine Abhängigkeit hervorrufen. Daher gelten für den Einkauf, die Anwendung und die Verschreibung solcher Präparate strenge gesetzliche Bestimmungen.
Betäubungsmittel können nicht wie andere Medikamente bestellt und in der tierärztlichen Hausapotheke gelagert und bei Bedarf verwendet werden.
Dafür bedarf es grundlegend zuerst einer Genehmigung durch die Bundesopiumstelle in Bonn. Niedergelassene Tierärzte mit einer tierärztlichen Hausapotheke können eine solche Genehmigung beantragen.

Erwerb und Verbrauch von Betäubungsmitteln müssen peinlich genau dokumentiert werden.
Nicht nur Tierärzte fallen unter diese strengen Kontrollen, auch die abgebenden Pharmafirmen.
Die Pharmafirma muss bei Abgabe von Betäubungsmitteln unverzüglich den Erwerber (also den Tierarzt) und die abgegebene Menge der Bundesopiumstelle mitteilen.
Der Tierarzt muss der Pharmafirma den Empfang der Präparate unverzüglich bestätigen.
Betäubungsmittel müssen in der tierärztlichen Hausapotheke und in Praxisräumen gesondert von anderen Arzneimitteln und sicher verschlossen, in verankerten Stahlschränken zum Beispiel, auf-bewahrt werden.

Über die Verwendung von Betäubungsmitteln und den aktuellen Bestand in der Hausapotheke müssen fortlaufend Nachweise geführt werden. Dafür gibt es spezielle Formblätter. Mittlerweile ist auch die Nachweisführung mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung erlaubt. Allerdings muss bei Kontrollen durch das Veterinäramt zum Beispiel ein entsprechender Ausdruck jederzeit möglich sein. Die Aufzeichnungen müssen 3 Jahre aufbewahrt werden.

AWB-2142148100