Einleitung

Einleitung

Die Bekämpfung von Schmerzen bei Tieren ist gesetzlich festgelegt:

§ 1 Tierschutzgesetz

Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Schmerzmanagement hat in der Kleintiermedizin einen besonders hohen Stellenwert. Hunde und Katzen haben in vielen deutschen Haushalten den Status eines Familienmitgliedes, dessen Wohlergehen den Tierbesitzern am Herzen liegt.
Neue, auch bei Langzeitanwendung gut verträgliche Analgetika, neue Applikationstechniken, Physiotherapie sowie auch alternative Heilmethoden wie Akupunktur spielen beim modernen Schmerzmanagement eine Rolle.

Neue Erkenntnisse über Entstehung und Folgen von Schmerzen haben gezeigt, wie wichtig es ist, Schmerzen möglichst schnell zu bekämpfen, oder sie sogar durch geeignete prophylaktische Maßnahmen – durch die Gabe von Schmerzmitteln vor einer Operation zum Beispiel -gar nicht aufkommen zu lassen.
Insbesondere bei unheilbaren Erkrankungen wie bösartigen Tumoren oder Arthrosen im fortgeschrittenen Stadium, können Analgetika die Lebensqualität der Tiere bis zum Tod oder der Euthanasie deutlich verbessern.

Schmerzmanagement hat das Ziel, eine Schmerzempfindung –ungeachtet der Ursache – möglichst sofort zu unterdrücken. Um dieses Ziel zu erreichen, ist in den meisten Fällen ein nach Patient und Erkrankung individuell zusammengestellter Therapieplan erforderlich. Eine Therapie bei Bedarf - das Verabreichen von Analgetika, wenn Schmerzen auftreten - ist unzureichend.

Die Lebensqualität des Tieres muss im Mittelpunkt einer (Schmerz-) Therapie stehen.

Schmerztherapie erfordert von jedem Praxismitarbeiter ein besonderes Gespür für den Schmerz der Tiere – und den der Tierbesitzer!

AWB-2142148100