Organsysteme

Direkte Folgen auf die Organsysteme

Die Reaktionen sind individuell unterschiedlich:

Verhaltensreaktionen:
Fluchtreflex, Angst, Unruhe
Ruhigstellung, Apathie
Vermeidungsverhalten
Abwehr, Aggression

Reaktionen des Herz-Kreislaufsystems:
Die Herzfrequenz steigt (Tachykardie), das Herzauswurfvolumen nimmt zu, der Blutdruck steigt.
Durch die höhere Herzleistung steigt der Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels.
Der Sauerstoffbedarf insgesamt steigt.
Die kleinen Blutgefäße in der Körperperipherie verengen sich, folglich werden diese Bereiche ungenügend mit Sauerstoff versorgt.

Reaktionen des Atmungssystems:
Bei Schmerzen im Bereich des Brustkorbes oder bei erschwerter Atmung sinkt die Atemfrequenz (Stöhnatmung); andererseits ist auch eine flache Hechelatmung (Hyperventilation) möglich.
Beides führt dazu, dass das Atemzugvolumen abnimmt und damit die Sauerstoffaufnahme sinkt. Missverhältnis zu dem gesteigerten Sauerstoffbedarf!!
Lungenbläschen kollabieren.
Das Kohlendioxid im Blut wird zu wenig abgeatmet, dadurch sinkt der pH-Wert im Blut. Diese Übersäuerung des Blutes kann akut lebensbedrohlich werden.

Reaktionen des Verdauungssystems:
Inappetenz
Magen-Darmtätigkeit nimmt ab
Speicheln, Erbrechen

Reaktionen des Immunsystems:
Die körpereigene Abwehr wird geschwächt.
Der Körper ist gegenüber Folgeinfektionen vermehrt anfällig.
Tumorwachstum wird angeregt.

Nicht ganz so eindeutig sind die Symptome bei chronischen Schmerzen (zum Beispiel bei Arthrosen). Vielfach sind sie so schleichend und subtil, dass sie nur vom Besitzer wahrgenommen werden können:
Steifigkeit, „Einlaufen“ nach Ruhephasen
Verzögertes Treppensteigen, verzögertes Einsteigen ins Auto
Verminderte Spiel- und Lauffreudigkeit
Aggressives Verhalten
Verminderter Appetit
Gewichtsabnahme

Chronische Schmerzen haben keine Warn- und Schutzfunktion für den Organismus. Sie führen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität.

AWB-2142148100