Schmerzarten

Schmerzarten

Je nach Lokalisation unterscheidet man folgende Schmerzarten:

  • Somatischer Schmerz

Von somatischem (vom griech. soma = Körper) Schmerz (körperlichem Schmerz) spricht man, wenn Nozizeptoren in Haut, Knochen, Muskeln, Sehnen, Brust- und Bauchfell gereizt werden. Man unterteilt ihn weiter in den „Oberflächenschmerz“, wenn die Haut betroffen ist und den „Tiefenschmerz“ bei den anderen Organen (Fraktur, Knochentumor).

Dieser Schmerz kann gut lokalisiert werden; er kann bohrend, stechend, beißend oder ziehend sein.

  • Viszeraler Schmerz

(vom lat. visceralis = die Eingeweide betreffend) Der „Eingeweideschmerz“ ist schlecht lokalisierbar, dumpf, brennend und kolikartig.

Leber- und Nierengewebe sind gegenüber allen Schäden schmerzunempfindlich. (Lebertumore sind zum Beispiel nie schmerzhaft!)

Hohlorgane (Gallenblase, Harnblase, Darm, Nierenkapsel) reagieren auf Dehnung und Entzündung. Sie reagieren nicht auf Wärme, Kälte oder Schneiden!

Als Nozizeptoren fungieren hier spezielle Dehnungs- und Chemorezeptoren.

Beispiele für viszerale Schmerzen:
Entzündung der Harnblase (Cystitis)
Darmentzündung mit Aufgasung, Blähung, Magendrehung
Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
Geburtswehen

Viszerale Schmerzen gehen häufig mit Begleitsymptomen wie Inappetenz, Übelkeit, Apathie und Verkriechen einher.

  • Neuropathischer Schmerz

Ursachen für neuropathische Schmerzen (Nervenschmerzen) sind Reizungen und / oder Schädigungen von Nervenfasern, Rückenmark oder Gehirn. (Beispiele: Nerventumore, Gehirntumore, Bandscheibenvorfall).

Nervenschmerzen sind auf das Gebiet lokalisiert, das von dem betroffenen Nerv versorgt wird. Sie verursachen Stechen, Kribbeln, Brennen.

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