Andere Analgetika

Andere Analgetika

  • Steroidale Antiphlogistika = Kortikosteroide:
  • Prednison/Prednisolon
  • Triamcinolon (Humanmedizin)
  • Dexamethason
  • Betamethason

Kortikosteroide sind keine eigentlichen Schmerzmittel, können aber durch ihre entzündungshemmende Wirkung in bestimmten Fällen zur Schmerzlinderung beitragen. Zu diesem Zweck werden sie häufig mit anderen Analgetika kombiniert. Sie werden daher auch als „Koanalgetika“ bezeichnet.

Kortikosteroide begünstigen degenerative Prozesse und unterdrücken regenerative Prozesse, das heißt, sie fördern den Gewebeabbau und hemmen die Heilung. Außerdem wirken sie immunsuppressiv, sie schwächen die körpereigenen Abwehrkräfte. Eine Dauertherapie mit Kortikosteroiden sollte daher möglichst vermieden werden.

  • Metamizol

Wirkt peripher und zentral. Seine analgetische Wirkung beträgt 4–6 Stunden. Metamizol wird auch der Substanzgruppe der Antipyretika zugerechnet, es gilt als das wirkstärkste fiebersenkende Schmerzmittel.

Da es außerdem einen spasmolytischen (entkrampfenden) Effekt auf die glatte Muskulatur besitzt, ist es besonders geeignet zur Therapie von Darm- oder Blasenkoliken.
Die Nebenwirkungen sind gering. Bei zu schneller i.v. Applikation kann es zum Blutdruckabfall kommen.

  • Ketamin
  • Xylazin
  • Medetomidin
  • Dexmedetomidin

haben unter anderem analgetische Eigenschaften, werden aber generell nur im Rahmen der Anästhesie kombiniert mit anderen Narkotika eingesetzt.

Auf diese Wirkstoffe wird im Rahmen des Fernkollegs „Narkose bei Hund und Katze“ näher eingegangen.

  • Lokalanästhetika
  • Lidocain
  • Procain

Lokalanästhetika bewirken eine lokale Blockade von Nervenendigungen und Nervenbahnen. Sie erzeugen eine gute Schmerzfreiheit ohne starke Nebenwirkungen.
Beispiele:

  • Blockade der Zwischenrippennerven bei Rippenfrakturen, Brustwandverletzungen, Thoraxchirurgie
  • Epiduralanalgesie bei Operationen in der hinteren Körperhälfte (Kaiserschnitt)
  • Infiltrationsanästhesie bei kleinen lokalen Eingriffen

 

AWB-2142148100