Verhaltenstherapie

Was ist Verhaltenstherapie bei der Katze?

Die Verhaltenstherapie (VHT) bei der Katze beschäftigt sich mit Prävention, Diagnose, Differentialdiagnose und Therapie von Verhaltensstörungen bei Katzen, beispielsweise entstanden durch Deprivationsschäden oder problematische Mensch- Katze- Beziehungen, bei sonst artentsprechendem Normalverhalten. Außerdem beschäftigt man sich mit der Unterscheidung, ob es sich um eine echte Verhaltensstörung oder um ein Problemverhalten handelt. Eine Verhaltensstörung ist ein vom Normalverhalten abweichendes Verhalten, während ein Problemverhalten eine, meist für die Besitzer, unangemessene Verhaltensweise aus dem Bereich des Normalverhaltens darstellt. Dabei geht man ebenso wie bei allen anderen medizinischen Fachgebieten nach folgendem Schema vor:

Anamnese – Ätiologie/ Diagnose/ Differentialdiagnose – Therapie

Die Tierverhaltenstherapie hat sich in den 70-er Jahren erstmals in den USA etabliert und ist von dort über Großbritannien und Frankreich nach ganz Europa gekommen. Wissenschaftliche Grundlagen für eine sinnvolle Tierverhaltenstherapie sind die Ethologie, in der das Normalverhalten aller Tiere beobachtet wird, die Lernbiologie von Tieren, die Genetik, die Physiologie, die Pharmakologie, die Klinik, die Evolution, die Soziologie und die Psychologie. Außerdem sind im speziellen Fall der Tierverhaltenstherapie auch humanpsychologische Kenntnisse im Hinblick auf den Umgang mit den Tierbesitzern von Vorteil.

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