Verhaltenstherapie

Was ist Verhaltenstherapie beim Hund?

Die Verhaltenstherapie (VHT) beim Hund beschäftigt sich mit Prophylaxe, Diagnose, Differentialdiagnosen und Therapie von Verhaltensstörungen beim Hund. Dabei geht man ebenso wie bei allen anderen medizinischen Fachgebieten nach folgendem Schema vor:

Anamnese – Ätiologie/ Diagnose/ Differentialdiagnose – Therapie

Die Tierverhaltenstherapie hat sich in den 70-er Jahren erstmals in den USA etabliert und ist von dort über Großbritannien und Frankreich nach ganz Europa gekommen. Wissenschaftliche Grundlagen für eine sinnvolle Tierverhaltenstherapie sind die Ethologie, in der das Normalverhalten aller Tiere beobachtet wird, die Lernbiologie von Tieren, die Genetik, die Physiologie, die Pharmakologie, die Klinik, die Evolution, die Soziologie und die Psychologie. Außerdem sind im speziellen Fall der Tierverhaltenstherapie auch humanpsychologische und pädagogische Kenntnisse im Hinblick auf den Umgang mit den Tierbesitzern und deren Anleitung von Vorteil. Mittlerweile gibt es in Deutschland einen recht umfassenden Kreis an ausschließlich verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierärzten, die meisten finden sich in ihrem eigenen Berufsverband, der GTVMT (Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und Therapie). Außerdem gibt es noch diverse andere in der Tierverhaltenstherapie tätige Berufsgruppen, wie Tierverhaltensberater, Tierpsychologen und verhaltenstherapeutisch weitergebildete Tiertrainer. Diese Berufsbezeichnungen sind derzeit in Deutschland nicht geschützt und auch die Ausbildungen sind nicht einheitlich geregelt. Der Einsatz von Psychopharmaka in der Verhaltenstherapie ist allerdings ausschließlich den Tierärzten vorbehalten.

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